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Doppelmembran



Eine Doppelmembran besteht aus zwei übereinanderliegenden Lipid-Doppelschichten (strukturelle Grundlage aller Zellmembranen), ist also eine doppelte Biomembran.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Doppelmembranen umgeben die drei Organelltypen: Zellkern, Mitochondrien und Plastiden. Letztere zwei Typen sind nach der Endosymbiontentheorie entstanden, als eine eukaryotische Zelle mit einfacher Membran durch Phagozytose eine prokaryotische Zelle auch mit einer einfachen Membran durch Endocytose aufnahm. Da die aufgenomme Zelle nicht verdaut worden ist, wurde sie allmählich zu einem integralen Bestandteil der Wirtszelle. Deshalb ist die äußere Lipiddoppelschicht als der Wirtszelle angehörig anzusehen und die Innere dem aufgenommenen Organell. Chemisch sind beide Membranen fast identisch und die Biosynthese der Doppelmembran ist als evolutorische Anpassung nur noch fast ausschließlich in dem Nukleus kodiert. Die innere Membran von Mitochondrien enthält aber zum Beispiel das Phospholipid Cardiolipin, das in den Mitochondrien synthetisiert wird.


Siehe auch: Portal:Biologie

 
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