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Dialysator



Dialysatoren stellen das Herzstück der Dialysegeräte dar, welche der Nierenersatztherapie durch Hämodialyse oder Hämodiafiltration dienen. Prinzipiell erfolgt in Dialysatoren ein Stoffaustausch in der Weise, dass durch sie das Blut und die Dialysierflüssigkeit strömen, wobei beide Medien durch eine semipermeable (= halbdurchlässige) Membran voneinander getrennt sind.

Kapillardialysator

Der sogenannte Kapillardialysator ist die am häufigsten eingesetzte Bauform eines Dialysators. Andere theoretisch auch möglich Bauformen, wie z.B. der Plattendialysator, werden dagegen aufgrund verschiedener Nachteile praktisch nicht mehr eingesetzt.

Ähnlich dem Prinzip des Rohrbündelwärmeübertragers besteht der Kapillardialysator aus einem Gehäuse, in dem eine große Anzahl von bis zu 10.000 Hohlfasern (Länge von 20 bis 25 cm) parallel angeordnet sind. In den Fasern wird die Blutströmung geführt. Der Außenraum wird weitestgehend parallel zu den Hohlfasern vom Dialysat durchströmt. Dieses fließt zur Erhöhung der Effektivität des Stoffübergangs im Gegenstrom zum Blut.

Die Wand der Hohlfasern, die einen Durchmesser von ca. 300 µm bei einer Wandstärke von ca. 40 µm besitzen, wird durch die semipermeable Membran gebildet, die für Wasser und darin gelöste Substanzen bis zu einer mittleren Molekülgröße durchlässig ist, für die Blutzellen und größeren Eiweißmoleküle, wie z.B. Albumin dagegen nicht.

Über die Membran erfolgt sowohl infolge der Konzentrationsunterschiede der gelösten Substanzen ein Stofftransport durch Diffusion als auch infolge des hydrostatischen Druckunterschiedes ein Transport von Wasser. Diese Druckdifferenz, der sogenannte Transmembrandruck, setzt sich aus der statischen Druckdifferenz zwischen Blut und Dialysat sowie einem osmotischen Druck, der im wesentlichen durch die Konzentrationsunterschiede von Albumin auf beiden Seiten der Membran entsteht, zusammen.


Eine detaillierte Einsicht in die dreidimensionalen Strömungs- und Stofftransportvorgänge im Dialysator bieten die Methoden der numerischen Strömungssimulation (CFD = Computational Fluid Dynamics). Mit dem darauf basierenden „virtuellen Dialysator* [1]“ werden so neben der Blut- und Dialysatströmung auch die Verteilungen der Stoffkonzentrationen aller beteiligten Substanzen im gesamten Gerät berechnet und für Optimierungsaufgaben genutzt.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dialysator aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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