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Bruchband



Ein Bruchband ist ein medizinisches Hilfsmittel, das am ehesten mit einer Korsage verglichen werden kann.

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Es dient dazu, eine Hernie am Prolabieren zu hindern, und soll die darunterliegende Bauchdecke soweit stabilisieren, dass eine Besserung eintritt beziehungsweise der Patient beschwerdefrei damit leben kann.

Dazu besteht das Bruchband meistens aus einem straffen Ledergürtel, manchmal auch mit Gummizug, an dem die Perlotte, eine Platte (zunächst aus Holz, später Metall), angebracht ist. Diese wird auf die Bruchpforte gesetzt und soll den Bruch zurückdrängen.

Heutzutage werden diese Maßnahmen nicht mehr angewandt, da der Nutzen gering ist, das Schadpotential hingegen sehr hoch. Meistens kommt es unter dem Einfluss des Bruchbandes zu einer Hodenatrophie mit Verödung des jeweiligen Hodens. Auch schädigt der ständig anliegende Druck das Gewebe und führt zu Hautulzerazionen, bis die Hernie durch die Haut bricht.

Daher empfehlen sich plastische Hernien-Operationen, mit Raffungsplastik oder Tucheinlage nach Lichtenstein-OP, Bassani-OP oder Stoppa-OP, je nach Gegebenheiten und Geschmack des Operateurs.

 
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