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Cannabis in der Medizin

Rahmenbedingungen in Deutschland für Anbauer, Ärzte und Apotheker

Der Bundespräsident hat am 06.03.2017 das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ erlassen. Dies ist ein Meilenstein im Umgang mit Cannabis in der Medizin. Es soll nicht wie in anderen Ländern das Tor für den Gebrauch zu Genusszwecken geöffnet werden. Es geht vielmehr um den medizinischen Nutzen. Welchen Weg hat der Gesetzgeber gewählt? Anlage III zum Betäubungsmittelgesetz – BtMG – hat schon in der Vergangenheit die Verschreibung von cannbishaltigen Zubereitungen erlaubt, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind. Das Beispiel Sativex profitiert von dieser Regelung. Der Gesetzgeber erweitert nunmehr Anlage III zum BtMG und stellt klar, dass Cannabis (Marihuana, Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen) ebenfalls abgegeben werden darf, wenn es aus einem Anbau stammt, der zu medizinischen Zwecken unter staatlicher Kontrolle erfolgt. § 19 Abs.  2a BtMG stellt klar, dass der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland der Kontrolle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte – BfArM – unterliegt.

Authors:   Burkhard Sträter
Journal:   pharmind
Volume:   79
edition:   7
Year:   2017
Pages:   894
Publication date:   01-Jul-2017
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