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Kontinuierliche Dosier-Misch-Module als Grundbaustein der Solidafertigung

Granulate, Pulver und Feststoffe werden in verschiedenen Industrien hergestellt und zu Mischungen weiterverarbeitet. Der Bereich der Galenik, also der Produktion des Medikaments z. B. in Pulver-, Kapsel- oder Tablettenform, wird dem Gebiet der Verfahrenstechnik zugeordnet. Dosieren, Mahlen, Mischen und Granulation zählen zur mechanischen, die Trocknung in einer Wirbelschicht zur thermischen Verfahrenstechnik. Alle diese Prozesse wurden ursprünglich als absatzweiser oder Batch-Prozess entwickelt. Dies gilt auch für die Mehrzahl der Mischprozesse. Den Großteil der pharmazeutischen Mischer machen Container- oder Doppelkonusmischer aus. Die Prozessschritte Rezepturbereitstellung, Mischen und Entleeren des Mischers laufen hintereinander ab. Die Ausgangskomponenten der Mischung werden manuell und gemäß Rezepturanteil verwogen dem Mischer zugeführt. In den anderen Industrien mit hohem Wettbewerbsdruck wurden Herstellungskosten gesenkt, indem auf eine vollautomatisierte kontinuierliche Prozessführung z. B. des Mischens umgestellt wurde. Tabelle 1 zeigt exemplarisch Ausführungsvarianten von kontinuierlichen Mischern in der Petrochemie, der Säuglingsnahrung und der Pharmaindustrie. Zwei Angaben in der Tabelle sind von besonderem Interesse: der Zeitraum der ersten Umsetzung und die Größe der eingesetzten Mischer. Bereits seit über 50 Jahren wird in der Petrochemischen Industrie kontinuierlich gemischt. Fortschritte in der Wägetechnik erlaubten eine kontinuierliche Verwiegung und damit die kontrollierte geregelte Dosierung der Ausgangskomponenten.

Autoren:   Ralf Weinekötter
Journal:   TechnoPharm
Band:   5
Ausgabe:   6
Jahrgang:   2015
Seiten:   324
Erscheinungsdatum:   01.06.2015
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Mischen
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