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Roche Biotech Produktion Basel

Von der Idee zur Produktion

In den letzten Jahren nahmen monoklonale Antikörper als Therapeutika stark an Bedeutung zu. Deshalb suchte die F. Hoffman-La Roche AG Anfang 2000 nach zusätzlicher Produktionskapazität. Es wurde eine Fermentationseinheit mit Vor- und Hauptfermentation, darunter 6 Produktionsfermenter mit je 12,5 m3 Fassungsvermögen, und entsprechender Aufreinigungskapazität benötigt. Nach einer Standortevaluation fiel 2001 der Entscheid für einen Neubau in Basel. Der Standort bot viele Vorteile, wie eine ausgezeichnete Infrastruktur durch die bereits vorhandene chemische und galenische Produktion sowie Forschung- und Entwicklungslabore. Durch seine Stadtnähe und die Lage im Dreiländereck ist er auch ein attraktiver Arbeitsplatz für Mitarbeiter aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Die Integration des Werkes Basel in das Stadtbild stellt jedoch ganz besondere Ansprüche an die Ausführung eines solchen Neubauprojekts. Da auf dem Firmenareal keine Landreserven vorhanden waren, musste erst ein bestehendes Gebäude abgerissen werden. Die Nähe zum Wohngebiet erfordert geringe Lärm- und Luftemissionen sowie eine hohe Anlagensicherheit. Zudem waren die Erwartungen an die Architektur hoch, so dass das bekannte Architekturbüro Herzog & de Meuron für die bauliche Gestaltung beauftragt wurde. Die Vision der Architekten war, die Biotechnologie nicht hinter Mauern zu verstecken, sondern den Mitbürgern nahezubringen. So schafft heute eine vollflächige Glasfassade, die direkt bis an die Werksgrenze heranreicht, maximale Transparenz. Die Fußgänger der Stadt können unmittelbar am Gebäude vorbeigehen. Besonders am Abend stellt die beleuchtete Anlage in dem 40 m hohen Glasbau ein besonderes Highlight dar (Abb. 1).

Autoren:   Helmut Sucker
Journal:   TechnoPharm
Band:   2
Ausgabe:   5
Jahrgang:   2012
Seiten:   366
Erscheinungsdatum:   01.05.2012
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Hoffman
  • Herzog
  • Frankreich
  • Anlagensicherheit
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