Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Tuberkulose unter TNFα‐Inhibitoren

Abstract

TNFα‐Inhibitoren finden zur Therapie verschiedener Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zunehmende Verwendung. Da TNFα für die Aufrechterhaltung einer immunologischen Balance bei chronisch‐persistierenden Infektionen von essentieller Bedeutung ist, kann es jedoch durch TNFα‐Blockade zu einem Aufflackern latenter, persistierender Infektionen kommen. Von größter Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Reaktivierung einer latenten Tuberkulose. Unter TNFα‐Inhibitortherapie ist das Risiko einer TB‐Reaktivierung um den Faktor 9 bis 16 erhöht. Extrapulmonale und disseminierte TB‐Verläufe sind unter TNFα‐Inhibitortherapie deutlich häufiger als bei spontanem Auftreten einer TB. Vor Beginn einer TNFα‐Inhibitortherapie muss daher durch klinische, radiologische und immunologische Diagnostik eine latente TB möglichst sicher ausgeschlossen werden. Besteht die Notwendigkeit des Einsatzes eines TNFα‐Inhibitors trotz Hinweisen für eine latente TB, muss zunächst eine präventive Chemotherapie mit Isoniazid vorgeschaltet werden.

Autoren:   Trautmann, Matthias
Journal:   Pharmazie in unserer Zeit
Band:   41
Ausgabe:   1
Jahrgang:   2012
Seiten:   79
DOI:   10.1002/pauz.201100457
Erscheinungsdatum:   01.01.2012
Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.