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Leitliniengerechte Therapie der Hepatitis C. Die Eradikation von HCV als Ziel

Abstract

Für die Hepatitis C gilt weiterhin, dass bei dem Großteil der Patienten die Infektion bisher nicht bekannt ist. Die chronische Hepatitis C stellt jedoch eine der Hauptursachen für die Leberzirrhose und das Leberzellkarzinom in Deutschland dar. Ein breites Screening mithilfe des HCV‐Antikörperassays bei Patienten mit unklar erhöhten Leberwerten bzw. unklarer Lebererkrankung aber auch bei allen Personen mit entsprechenden Risikofaktoren für die Übertragung des Virus ist daher von besonderer Wichtigkeit. Die Indikation zur antiviralen Therapie der chronischen HCV‐Infektion ist großzügig zu stellen. Die Behandlung besteht aus der kombinierten Gabe von pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin. Auf der Grundlage von zahlreichen Studien sind Stoppregeln zur frühzeitigen Beendigung der Behandlung, sowie Regeln zur Festlegung der optimalen Therapiedauer mithilfe der Ausgangsviruslast und der HCV‐RNA‐Kinetik unter Therapie etabliert worden. Größte Bedeutung kommt dem Management von Nebenwirkungen unter der Therapie zu, um möglichst eine vollständige Therapiedosis und ‐dauer zu erreichen. Durch die aktuell in der klinischen Phase II bis III befindlichen direkt antiviralen Substanzen werden sich die Heilungsraten der Therapie in naher Zukunft wesentlich verbessern.

Autoren:   Christoph Sarrazin; Stefan Zeuzem
Journal:   Pharmazie in unserer Zeit
Jahrgang:   2011
Seiten:   52
DOI:   10.1002/pauz.201100400
Erscheinungsdatum:   01.01.2011
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