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Pathogenese, Klinik und Therapie der Virusgrippe. Vom harmlosen Infekt bis zur Intensivstation

Abstract

Influenzaviren infizieren Epithelien des oberen Respirationstraktes und führen in der Regel zu unkomplizierten fieberhaften Infekten mit Allgemeinsymptomen und respiratorischen Beschwerden. Selten beobachtet man bei Influenza‐Infektionen eine rasche Virusausbreitung bis in die distalen Luftwege mit Beteiligung des Lungenparenchyms (Influenza‐Pneumonie), häufig gefolgt vom akuten Lungenversagen (ARDS) mit der Indikation zur maschinellen Beatmung oder extrakorporalen Oxygenierungsverfahren (ECMO). Bakterielle Superinfektionen mit Pneumokokken, Haemophilus influenzae und Staphylococcus aureus sind insbesondere bei beatmeten Patienten häufig. Infektionen mit pandemischen Influenza‐Viren (A/H1N1v) verliefen öfter schwer und zeigten eine besondere Häufung bei Kleinkindern und jungen Erwachsenen. Die Diagnostik der saisonalen Influenza wird in erster Linie klinisch gestellt; an Labortests stehen vor allem der Antigen‐Schnelltest und die PCR zur Verfügung. Die Therapie der unkomplizierten Grippe erfolgt meist symptomatisch, für schwere Verläufe besteht die Indikation zur antiviralen Therapie mit Oseltamivir oder Zanamivir. Die STIKO empfiehlt die jährliche Schutzimpfung für Risikogruppen.

Autoren:   Herold, Susanne
Journal:   Pharmazie in unserer Zeit
Band:   40
Ausgabe:   2
Jahrgang:   2011
Seiten:   115
DOI:   10.1002/pauz.201100405
Erscheinungsdatum:   01.03.2011
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