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Leitliniengerechte Therapie der Hepatitis B. Korrekte Indikationsstellung ist die Voraussetzung

Abstract

Entscheidend für das optimale Management von Patienten mit einer HBV‐infektion ist die korrekte Indikationsstellung. Eine Therapieindikation besteht bei Patienten mit fulminanter Hepatitis B, chronischer Hepatitis B und HBV‐DNA‐Menge > 2.000 IU/mL sowie bei Patienten mit Leberzirrhose bei jeder nachweisbaren HBV‐DNA. Vor einer immunsuppressiven Therapie kann auch bei sonst fehlender Therapieindikation eine prophylaktische Therapie notwendig sein. Eine Schwangerschaft stellt eine besondere Situation dar, bei der eine antivirale Therapie, nach Abwägen von Nutzen und Risiken für Mutter und Kind, sinnvoll sein kann. Bei der Auswahl des Therapiekonzeptes sollte zunächst eine IFN‐Therapie evaluiert werden, da hier eine limitierte Therapiedauer möglich ist und insgesamt eine höhere Chance für eine Anti‐HBs‐Serokonversion besteht. Bei der Therapie mit Nukleosid‐ oder Nukleotidanaloga handelt es sich meist um eine Langzeittherapie. Daher sind Kontrollen alle drei bis sechs Monate wichtig, um Compliance und Nebenwirkungen zu überprüfen und um rechtzeitig ein Therapieversagen zu erkennen.

Autoren:   Cornberg, Markus; Manns, Michael
Journal:   Pharmazie in unserer Zeit
Band:   40
Ausgabe:   1
Jahrgang:   2011
Seiten:   45
DOI:   10.1002/pauz.201100399
Erscheinungsdatum:   01.01.2011
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