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greenovation Biotech schließt Vertrag über Antikörper Glyco-Engineering mit Merck Serono
10 Oct 2008 -
greenovation Biotech gab den Abschluss eines Evaluierungsabkommens zur Optimierung und Produktion von Antikörpern in greenovations Produktionsplattform, der Bryotechnologie, mit Merck Serono, einem Unternehmensbereich der Merck KGaA, bekannt.
Schon seit 2005 erarbeitet die greenovation nach eigenen Angaben Projekte für die internationale Pharmaforschung, für die bestimmte Proteine, zum Beispiel fucose- und xylosefreie Antikörper in greenovations Expressionssystem hergestellt werden. greenovation ist in der Lage, diese in Mooszellen (Physcomitrella patens) herzustellen. Antikörper mit humaner Zuckervariante, bei denen die pflanzenspezifischen Zuckerstrukturen vollständig entfernt wurden, weisen eine überlegene zelluläre Zytotoxizität (ADCC) auf. Dies führt zu einer erhöhten Wirksamkeit der Antikörper, zum Beispiel in der Krebstherapie.
Die Kernkompetenz von greenovation ist die gezielte Glykosylierung und Produktion pharmazeutisch hochwirksamer Glykoproteine in Photobioreaktoren. Basis der Produktionsplattform ist die Bryotechnologie (Bryophyten = Moose). Rekombinante Antikörper und andere Glykoproteine können laut Unternehmen im Photobioreaktor zeit- und kostengünstig mit hoher Flexibilität und kontrollierter Zuckerstruktur produziert werden. Glyco-Engineering kann zum Beispiel dazu benutzt werden, um Antikörper herzustellen, die ein hohes Potenzial für die gezielte Zellzerstörung durch ADCC aufweisen.
"Die Proteinproduktion in Moos bietet der pharmazeutischen Industrie die Möglichkeit, optimierte Proteine zu einem wettbewerbsfähigen Preis in einem neuen Produktionssystem herzustellen", sagte Gregor Mirow, Geschäftsführer der greenovation Biotech GmbH. "Wir sind stolz darauf, mit Merck Serono, einem der weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen, gemeinsam zu erarbeiten, welche Produktvorteile sich für Merck Seronos Antikörperkandidaten durch die Anwendung unserer Bryotechnologie und der damit veränderten Glykosylierung darstellen lassen".