Katholiken sehen Belastung durch EKD-Haltung zu Stammzellforschung08 Jan 2008 - (dpa) In der politischen Diskussion um Stammzellforschung sieht die katholische Kirche in Deutschland den Einfluss der Kirchen durch die jüngsten Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber zum Embryonenschutz beeinträchtigt. «Für den evangelisch-katholischen Dialog ist der Konflikt sicher eine Belastung», sagte Prälat Karl Jüsten, Leiter des katholischen Büros Berlin, der «Kölnischen Rundschau/Stuttgarter Nachrichten» (Samstag).Bischof Huber hatte sich offen dafür gezeigt, die Regelung für die Stammzellforschung leicht zu lockern. «Die bisher zur Verfügung stehenden Zelllinien sind nach Auskunft der Experten verunreinigt und für die notwendige Forschung deshalb unzureichend. Insofern erscheint eine einmalige Verschiebung des Stichtags als vertretbar», hatte Huber Ende Dezember gesagt und damit einen entsprechenden Beschluss der EKD-Synode vom November bekräftigt. Bislang ist in Deutschland Forschung nur an embryonalen Stammzellen möglich, die vor 2002 im Ausland gewonnen wurden. Es gibt aber Bestrebungen, diesen Stichtag auf den 1. Januar 2007 zu verschieben. Jüsten sagte: «Bisher standen wir ja mit Bischof Huber fest zusammen. Wenn wir als Christen in solch wichtigen ethischen Fragen nun nicht mehr zu einem einheitlichen Urteil kommen, schwächt das insgesamt den Einfluss der Christen in dieser Frage.» Die Haltung der katholischen Kirche sei klar: «Wir müssen kompromisslos für den Lebensschutz eintreten und werben.» News zum Ressort Politik
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