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Helmholtz-Gemeinschaft beschließt wichtige Investitionen für 2007

09 Jun 2006 - Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft hat jetzt über neue Investitionen entschieden: Rund 89 Millionen Euro aus dem Budget der Gemeinschaft fließen in den kommenden fünf Jahren in neue Großgeräte und komplexe Versuchseinrichtungen mit erheblicher Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Zu den 15 bewilligten Projekten gehören zum Beispiel eine Pilotanlage für Treibstoff aus Biomasse, die technische Ausstattung des Galileo-Kontrollzentrums sowie ein Hochfeld-Magnet für die Materialforschung.

 
"Trotz geringer Spielräume hat der Senat mit seiner Entscheidung wichtige Forschungsprojekte auf den Weg gebracht", so Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Für 2007 stehen knapp 20 Millionen Euro für neue Projekte zur Verfügung, weitere rund 126 Millionen Euro fließen in fortlaufende Maßnahmen und internationale Großprojekte wie den Röntgenlaser XFEL und den Ionenbeschleuniger FAIR." Alle Projekte werden durch eine erhebliche Eigenbeteiligung der Helmholtz-Zentren und durch Drittmittel mitfinanziert.
 
Am Forschungszentrum Karlsruhe wird eine Pilotanlage aufgebaut, mit der aus Biomasse Treibstoff gewonnen werden kann. Die Anlage wird mit dem Karlsruher BIOLIQ-Verfahren aus Abfällen wie Stroh, Heu oder Holzresten flüssigen Treibstoff produzieren, Strom und Wärme entstehen als Nebenprodukte. Biomasse ist die einzige erneuerbare Kohlenstoffquelle, die fossile Brennstoffe langfristig ersetzen könnte. Die Karlsruher Wissenschaftler haben das Verfahren bislang in Laborversuchen entwickelt und wollen es mit dem Betrieb der Pilotanlage zur Anwendungsreife bringen. Das Projekt wird zudem durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe und durch die Industrie unterstützt.
 
Das Berliner Hahn-Meitner-Institut (HMI) wird einen Hochleistungsmagneten errichten, der mit rund 25 Tesla Feldstärke weltweit das stärkste kontinuierliche Magnetfeld für Untersuchungen mit Neutronen bereitstellen soll. Die Kombination von Neutronenstreuung mit einem starken Magnetfeld ist eine wirkungsvolle Methode, um den atomaren Aufbau und Wechselwirkungen in Materialien aufzuklären. Das HMI wird mit diesem neuen Instrument einzigartige Möglichkeiten haben, um beispielsweise Hochtemperatur-Supraleiter oder magnetische Materialien zur Datenspeicherung zu untersuchen.
 
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