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Spezieller Test erkennt Risiko für Prostatakrebs besser
Weniger Gewebeentnahmen nötig
19 May 2006 -
Mit einem speziellen Test auf Prostatakrebs können sich Männer sicherer fühlen als mit der herkömmlichen Untersuchung. Dies hat eine Studie ergeben, die jetzt in "The Journal of Urology" (Vol. 175 (4), 1275-1280, April 2006) veröffentlicht wurde.
Bei dem Test der Bayer HealthCare AG wird das komplexierte prostataspezifische Antigen (cPSA) in einer Blutprobe bestimmt. Dieses Eiweiß wird vor allem beim Prostatakrebs vermehrt in der Vorsteherdrüse gebildet und an das Blut abgegeben. Bei der herkömmlichen Methode wird das totale PSA (tPSA) gemessen. Die Prostata bildet tPSA aber auch dann vermehrt, wenn z.B. eine gutartige Prostatavergrößerung vorliegt, das cPSA wird davon weniger stark beeinflusst.
In der Studie wurden beide Methoden verglichen. Das Ergebnis: Der cPSA-Test entdeckte mehr Männer, die ein hohes Krebsrisiko hatten. Wie die Wissenschaftler errechneten, können darüber hinaus beim Einsatz des cPSA-Tests anstelle des tPSA-Tests über zehn Prozent unnötiger Biopsien aus der Prostata vermieden werden.
Der Untersuchung zufolge hat ein Mann mit einem erhöhten cPSA-, aber normalem tPSA-Wert eine etwa zweifach höhere Wahrscheinlichkeit, dass er einen Prostatakrebs hat, als ein Mann mit erhöhtem tPSA- und normalem cPSA-Wert.
Dies bedeutet, dass der cPSA-Test eine bessere Vorauswahl von Patienten bietet, die für eine Gewebeentnahme infrage kommen, bemerken die Wissenschaftler. Sie empfehlen daher, den cPSA-Test als ersten Test zur Diagnose eines Prostatakrebses einzusetzen.