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Biomarker-Chip für Parkinson: Forscher entwickeln neues Testverfahren

03.07.2009 - Mit dem Ziel, ein einfaches und minimal-invasives Testverfahren für das Parkinson-Syndrom zu entwickeln, haben sich Forscher des Bochum-Dortmunder Verbundprojektes "ParkCHIP" im Spitzentechnologiewettbewerb "Hightech.NRW" durchgesetzt. Mit 3,3 Millionen Euro fördert das Land in den nächsten drei Jahren die Entwicklung eines Biomarker-Chips zur Früherkennung der Pakinsonerkrankung unter Federführung des Medizinischen Proteom-Centers (MPC) der RUB. Forscher des MPC kooperieren in diesem Projekt mit der Neurologischen Universitätsklinik im St. Josef-Hospital (Klinikum der RUB), der Protagen AG und mit dem Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGFA, Institut der RUB).

 
Parkinson möglichst frühzeitig erkennen
 
Ziel des Verbundprojekts ParkCHIP ist, den Prototyp eines Biomarker-Chips für das Parkinson-Syndrom zu entwickeln. Der Chip soll sowohl in der medizinischen Forschung als auch in der Diagnostik zum Einsatz kommt. Biomarker, die die Krankheit und deren Verlauf charakterisieren, werden für schwierig diagnostizierbare Erkrankungen wie das Parkinson-Syndrom dringend benötigt. Der Mini-Biomarker-Chip zeigt ein verändertes Repertoire von Autoimmunantikörpern bei Parkinson-Patienten an. Das ist ein neuer Ansatz in der Forschung: Ein einfaches, minimal-invasives Testverfahren für das Parkinson-Syndrom soll es in Zukunft ermöglichen, die Diagnose zu erleichtern, die Progressionsrate besser zu beurteilen, den natürlichen Krankheitsverlauf genauer zu verstehen und Parkinson möglichst frühzeitig bei Patienten zu erkennen.
 
ParkCHIP schafft Arbeitsplätze
 
Langfristig soll dieses Projekt zahlreiche Arbeitsplätze in NRW schaffen, denn die innovative Strategie zur Identifizierung von Autoimmunantikörpern als Biomarker lasse sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf andere neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer übertragen, so die Projektpartner.
 
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