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Walter Vogt

Walter Vogt (* 31. Juli 1927 in Zürich, † 21. September 1988 in Muri/Bern) war ein Schweizer Psychiater und Schriftsteller.

Leben

Walter Vogt praktizierte nach seinem Medizinstudium an der Universität Zürich, das er 1956 mit der Promotion zum Doktor der Medizin abschloss, als Radiologe an einem Krankenhaus in Bern. Ende der 1960er Jahre ließ er sich zum Psychiater ausbilden. Anschließend führte er eine Fachpraxis in Muri bei Bern. Vogt war verheiratet und hatte drei Kinder. Er starb 1988 an Herzversagen.

Walter Vogt begann erst Mitte der Sechzigerjahre, eigene literarische Texte zu veröffentlichen. Mit seinem ersten Roman „Wüthrich“, einer fulminanten und bitteren Satire auf Ärzteschaft und Krankenhauswesen, erzielte er einen Skandalerfolg. Viele von Vogts späteren Werken sind autobiografisch gefärbt. Themen wie die eigene Drogenabhängigkeit und Bisexualität, zu denen sich Vogt in den Achtzigerjahren bekannte, durchziehen sein gesamtes Werk, seien es Kriminalromane nach Dürrenmattschem Vorbild, exotische Reisereportage oder fantastische Prosaerzählung.

Walter Vogt war Gründungsmitglied der Gruppe Olten und gehörte dem Deutschschweizer PEN-Zentrum an. Er erhielt unter anderem 1973 und 1985 den Literaturpreis der Stadt Bern, 1980 den Buchpreis der Stadt Bern, 1986 den Großen Literaturpreis des Kantons Bern und im gleichen Jahr den Bürgerpreis der Marktgemeinde Rauris.

Walter Vogts Nachlass wird im Schweizerischen Literaturarchiv aufbewahrt.

Werke

  • Beitrag zum klinischen Vergleich der Wirkung von Largactil und Serpasil, Zürich 1956
  • Husten, Zürich 1965
  • Wüthrich, Zürich 1966
  • Alle Irrenhäuser sind gelb, Liebefeld 1967
  • Melancholie, Zürich 1967
  • Der Vogel auf dem Tisch, Bern 1968
  • Schizophrenie der Kunst und andere Reden, Zürich 1971
  • Die Talpi kommen, Bern 1971
  • Mein Sinai-Trip, Zürich 1972
  • Pilatus & Faust, Bern 1972
  • Spiele der Macht, Basel 1972
  • Der Wiesbadener Kongreß, Zürich 1972
  • Klartext, Zürich 1973
  • Briefe aus Marokko, Zürich 1974
  • Der Irre und sein Arzt, Zürich 1974
  • Die roten Tiere von Tsavo, Zürich 1976
  • Schizogorsk, Zürich 1977
  • Booms Ende, Zürich [u.a.] 1979
  • Vergessen und Erinnern, Zürich [u.a.] 1980
  • Altern, Zürich [u.a.] 1981
  • Die Königin des Emmentals, Thun 1983 (zusammen mit Paul Sägesser)
  • Metamorphosen, Zürich [u.a.] 1984
  • Maskenzwang, Zürich [u.a.] 1985
  • Du bist dein Weg, Melsbach/Neuwied 1986
  • Der Garten der Frau des Mannes der Noah hieß, Zürich 1987
  • Spiegelungen, Frankfurt am Main [u.a.] 1991
  • Werkausgabe, Zürich
    • Bd. 1. Wüthrich. Der Wiesbadener Kongreß, 1991
    • Bd. 2. Melancholie. Schizogorsk, 1991
    • Bd. 3. Vergessen und Erinnern, 1996
    • Bd. 4. Schock und Alltag, 1992
    • Bd. 5. Das Fort am Meer, 1993
    • Bd. 6. Die sibirische Reise und andere Erzählungen, 1994
    • Bd. 7. Die roten Tiere von Tsavo, 1994
    • Bd. 8. Altern, 1997
    • Bd. 9. Die Betroffenen, 1993
    • Bd. 10. Schreiben als Krankheit und als Therapie, 1992


 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Walter_Vogt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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