Vanadium(V)-oxidtrichlorid wird durch die Chlorierung von Vanadiumpentoxid synthetisiert.
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Vanadium(V)-oxidtrichlorid ist als Vanadiumverbindung diamagnetisch und hat eine tetragonale Struktur mit einem O–V–Cl Bindungswinkel von 111° und einem Cl–V–Cl Bindungswinkel von 108°. Die V–O- und V–Cl-Bindungslängen betragen 1,57 Å und 2,14 Å.
Chemische Eigenschaften
Vanadium(V)-oxidtrichlorid ist chemisch Phosphoroxidtrichlorid POCl3 ähnlich, im Gegensatz dazu aber ein starkes Oxidationsmittel. Es ist eine Lewis-Säure und hydrolysiert schnell zu Vanadiumpentoxid und Salzsäure.
Vanadium(V)-oxidtrichlorid wird auch zur Synthese von Vanadiumoxiddichlorid und Vanadiumoxidmonochlorid eingesetzt.
Verwendung
Vanadium(V)-oxidtrichlorid wird als Katalysator für Olefin-Polymerisationen (z.B. EPDM) und als Oxidationsmittel zur Synthese von Organovanadiumverbindungen und Kupplungsreaktionen von Phenolen verwendet.
Sicherheitshinweise
Vanadium(V)-oxidtrichlorid ist als krebserzeugend (Kategorie 2) eingestuft.
Quellen
↑ abcdefghi Eintrag zu CAS-Nr. 7727-18-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 16.8.2007 (JavaScript erforderlich)