Für Menschen mit normaler immunologischer Abwehr bedeutet der Keim wenig Gefahr. Aber im Krankenhaus, bei abwehrgeschwächten Menschen, kann er, bei Unsauberkeit, Ursache für schwere Erkrankungen, sogenannte nosokomiale Infektionen, sein. Häufig löst er Endokarditis nach Operationen am offenen Herzen, Infektionen nach dem Einsetzen von Prothesen, Plastizitis bei länger liegenden Kathetern oder Drainagen aus. Bei diesen Infektionen (durch Koagulase-negative Staphylokokken) beträgt der Anteil von S. epidermidis 70 bis 80 Prozent[1] und ist damit der häufigste Auslöser bei fremdkörperinduzierten Infektionen.
Therapie
S. epidermidis besitzt ein großes Spektrum bei Antibiotikaresistenzen. Dies gilt vor allem gegen Penicillin und Methicillin. Der Anteil resistenter Stämme liegt aktuell bei 70%[1]. Daher ist ein Antibiogramm zur Therapie besonders wichtig.