Life Science Lexikon

Suchziel:
Verknüpfung:
Suche nach:

Übersicht alphabetische Artikelliste  
Silibinin

Silibinin (auch: Silybin) wird aus den Früchten der Mariendistel (Silybum marianum) gewonnen und ist der wichtigste Bestandteil des Wirkstoffkomplexes Silymarin.

Die Reinsubstanz Silibinin wird beispielsweise bei der Lebervergiftung durch den Knollenblätterpilz (Amanitin, Phalloidin) intravenös verabreicht, um die Leber vor weiteren Schäden zu bewahren. Dieser leberschützende Effekt ist auf die Zellmembran-stabilisierenden Eigenschaften des Silibinins zurückzuführen. Seit der Einführung in die Therapie bei amanitinbedingten Pilzvergiftungen ist bei rechtzeitiger Behandlung die Sterblichkeitsrate auf 5 bis 12% zurückgegangen, zuvor lag sie bei 20 bis 30%.

Klinische Tests zeigen auch Erfolge bei der Prävention von Haut- und Prostatakrebs, was mit der antioxidativen Wirkung begründet wird.

Referenzen

Molecular Characterization and Inhibition of Amanitin Uptake into Human Hepatocytes. K. Letschert, H. Faulstich, D. Keller, D. Keppler. Toxicological Sciences (2006), 91, 140-149.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Silibinin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
MyBionity.COM
Newsletter-Abo
Ihre e-Mail:
Top  
© 2001-2008 Chemie.DE Information Service GmbH
a Life Science Network Division

 www.Chemie.DE   www.Bionity.COM   www.ChemEurope.COM   www.ChemieKarriere.NET   www.BioKarriere.NET