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Salomon Neumann
Salomon Neumann (* 1819 in Pyritz; † 20. September 1908 in Berlin) war Berliner Armenarzt und Statistiker. Zusammen mit dem befreundeten Rudolf Virchow gehört er 1848 zu den radikaldemokratischen Ärzten, die sich aktiv an der Revolution beteiligen. Von Neumann stammt der Satz „Die medizinische Wissenschaft ist in ihrem innersten Kern und Wesen eine sociale Wissenschaft“.
Von 1858 bis 1905 gehörte er der Berliner Stadtverordnetenversammlung an. Im Jahr 1861 reorganisierte Neumann im Auftrag der Stadt Berlin die Volkszählung und setzte hier neue wissenschaftliche Maßstäbe. Mehrere tausend freiwillige Helfer sammelten nicht nur demographische, sondern auch soziale Daten, die Neumann und seine politische Freunde für den sozialen und hygienischen Umbau der Stadt nutzten.
Gegen Ende seines Lebens engagierte sich Neumann immer stärker für die Wissenschaft des Judentums. Das Ziel, die Wissenschaft des Judentums als Fakultät (gleichberechtigt mit der katholischen und der evangelischen Theologie) innerhalb der Berliner Universität zu installieren, scheiterte. Daraufhin wurde die "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" in Berlin als selbstständige Institution außerhalb der Universität gegründet. Als letzter Hochschullehrer wurde Leo Baeck 1943 mit einer handvoll verbliebener Studenten in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt; die inzwischen zur "Lehranstalt" degradierte Einrichtung geschlossen.
Neumann liegt auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee begraben.
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