Reproduktionsmedizin
Die Reproduktionsmedizin ist ein Teilgebiet der Medizin, welches Fortpflanzung und Fortpflanzungsprobleme und damit die Fachgebiete der Andrologie, Genetik, Gynäkologie und Urologie mit einschließt, aber auch die Gebiete der Rechtswissenschaften und Ethik berührt.
Inhalte der Reproduktionsmedizin sind Fragen zu und Methoden der natürlichen und künstlichen Fortpflanzung wie z. B. die In-vitro-Fertilisation (IVF) und die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).
Ein besonders kontrovers diskutiertes Teilgebiet der Reproduktionsmedizin stellt das Klonen dar.
Forschungsinhalte
Die Forschung in der Reproduktionsmedizin beschränkt sich in der Regel nicht nur auf die eigentliche Fortpflanzung, sondern umfasst auch die Forschung über hormonelle Verhütungsmethoden wie der Pille und den Einfluss der Umwelt auf die Fortpflanzungsorgane. Die Schwerpunkte der Reproduktionsmedizin liegen zur Zeit aber in der Verbesserung und Bewertung der Methoden der künstlichen Befruchtung und der ethischen und juristischen Schwierigkeiten, welche sich daraus ergeben, z.B. der gesellschaftlichen Auswirkung der Präimplantationsdiagnostik, einschliesslich der Möglichkeiten der Selektion zum Beispiel nach Geschlecht.
Da Embryonale Stammzellen weltweit primär aus der In-vitro-Fertilisation gewonnen werden (dies ist zur Zeit in Deutschland auf Grund des Embryonenschutzgesetzes verboten) ist die Reproduktionsmedizin international nicht strikt von der Stammzellforschung zu trennen.
Reproduktionstechnologien
In-vivo-Fertilisation
(= am lebenden Organismus, d.h. im Mutterleib)
In-vitro-Fertilisation
(= im Reagenzglas)
- Homologe Fertilisation mit Sperma des Ehemannes
- Heterologe Fertilisation mit Sperma eines fremden Mannes
Literatur
- Klein, Renate D., Das Geschäft mit der Hoffnung Erfahrungen mit der Fortpflanzungsmedizin - Frauen berichten, Berlin: Orlanda Frauenverlag 1989
Siehe auch
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