Pseudoephedrin wirkt als Vasokonstriktor (Gefäßverengend) und lässt bei Erkältungskrankheiten und Allergien die Nasenschleimhaut abschwellen. Es ist allerdings einem lokal anzuwendenden Sympathomimetikum wie Xylometazolin (z.B. Otriven®) unterlegen.[1]
Auf Basis von Pseudoephedrin ist es mit einfachen Mitteln möglich, N-Methylamphetamin herzustellen, eine Droge aus der Gruppe der Stimulanzien.
Doping
Da Pseudoephedrin häufig in Erkältungsmitteln enthalten ist, wurde es – vormals in der Dopingliste des IOC enthalten – 2002 aus dieser wieder gestrichen. Der bekannteste Doping-Fall betraf die rumänische Turnerin Andrea Raducan, die bei den olympischen Spielen 2000 ihre Goldmedaille zurückgeben musste, weil sie vor einem Wettkampf ein Medikament eingenommen hatte, das Pseudoephedrin enthielt.
Quellen
↑ Selner, J.C. et al. (1991): Assessment of nasal patency by rhinoscopic measurement of cross sectional nasal airway area: correlation with subjective nasal symptoms. In: Ann. Allergy. Bd. 66, S. 43-47. PMID 1702944