Betablocker blockieren spezifisch sympathische β-Rezeptoren, ohne sie zu aktivieren (keine Intrinsische Aktivität). Propranolol gehört zu den alten, nicht herzselektiven Betablockern, die neben β1- auch an β2- Rezeptoren binden.
Nebenwirkungen
initialer Blutdruckanstieg, Auslösung von Asthmaanfällen, Synkopen
Pharmakokinetik
Das sehr gut fettlösliche Propranolol unterliegt einem ausgeprägtem First-Pass-Effekt und daher beträgt die Bioverfügbarkeit nur ca. 30 %. Der Abbau findet in der Leber statt.
Indikationen
Das Propranolol wird ebenso wie die Betablocker eingesetzt, wie z. B.
Daneben können nichtselektive Betablocker auch bei Migräne sowie essentiellem Tremor (hier Mittel 1. Wahl) angewandt werden.
Forschung
In vitro zeigte Propranolol Interaktionen mit den Membranproteinen von roten Blutkörperchen, damit besteht eventuell die Möglichkeit, Propranolol eines Tages zur Therapie der Malaria einzusetzen.[2]
Literatur
Oberdisse/Hackental Pharmakologie und Toxikologie 1997, S. 358
Karow/Lang Pharmakologie und Toxikologie 2003 S.62 - S.67
↑ James W. Black: http://nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1988/black-autobio.html
↑ Murphy SC, Harrison T, Hamm HE, Lomasney JW, Mohandas N, Haldar K: Erythrocyte G protein as a novel target for malarial chemotherapy. PLoS Med. 2006 Dec;3(12):e528. PMID 17194200