Wie fast jedes Salz bildet Natriumdichromat in wässriger Lösung entsprechende Aquakomplexe.
Na2Cr2O7(s) + H2O (l) → 2 Na+(aq) + Cr2O72−(aq)
In Lösung stellt sich ein Dichromat-Chromat-Gleichgewicht ein. Da das Chromat-Anion (CrO4−) eine starke Base ist, liegt das Anion zum großen Teil als Hydrogenchromat (HCrO4−) vor:
Cr2O72−(aq) + H2O (l) ↔ 2 HCrO4−(aq)
Da durch die Autoprotolyse des Wassers immer OH−-Ionen und H+-Ionen (bzw. H3O+-Ionen) vorhanden sind stellen sich weitere Gleichgewichtsreaktionen ein:
Cr2O72−(aq) + H+(aq) ↔ HCr2O7−(aq)
HCrO4−(aq) ↔ CrO42−(aq) + H+(aq)
HCrO4−(aq) + H+(aq) ↔ H2CrO4(aq)
H2CrO4(aq) ↔ HCr2O7−(aq) + H+(aq)
Verwendung
Es findet häufige Verwendung in der Metalloberflächenbehandlung. Unter Anderem wird es als Korrosionsschutz auf Flugzeugflügeln verwendet, wo allerdings Natriumdichromat mit Natriumchromat ein Gleichgewichtsverhältnis bildet. Weiterhin wird es in der chemischen Industrie als Oxidationsmittel für organische Syntheseprozesse verwendet.
Sicherheitshinweise
Natriumdichromat ist sehr giftig, brandfördernd und umweltgefährlich. Es kann Krebs erzeugen, vererbbare Schäden verursachen, die Fortpflanzungfähigkeit beeinflussen und das Kind im Mutterleib schädigen. Vor der Arbeit mit Natriumdichromat sollte auf jeden Fall das Sicherheitsdatenblatt zu Rate gezogen und alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Einzelnachweise
↑ abcdefg Eintrag zu Natriumdichromat in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 9. November 2007 (JavaScript erforderlich)