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Morison-Grube

  Die Morison-Grube (Morison's pouch, Morison-Pouch, Recessus morisoni, fälschlich oft auch Morrison-Pouch u. ä.) ist ein nach James Rutherford Morison, britischer Chirurg (1853 - 1939), benannter intraperitoneal gelegener Raum. Seine Rückwand wird durch die retroperitoneal gelegene rechte Niere und seine Vorderseite durch die Rückwand des rechten Leberlappens gebildet.

Besondere Bedeutung hat dieser Raum in der Ultraschall-Diagnostik: Bei einer Person, die auf dem Rücken liegt, ist dieser Raum in der Bauchhöhle am tiefsten gelegen, so dass sich Flüssigkeiten (zum Beispiel Blut bei Verletzung innerer Organe oder Aszites bei Erkrankungen der Leber) dort ansammeln und auch vom ungeübten Anwender des Ultraschalls erkannt werden können. Das Vorhandensein von Flüssigkeit („freie Flüssigkeit“) in diesem Raum oder im Douglas-Raum bei einem Mehrfachverletzten führt in der Regel zu einer Änderung der therapeutischen Strategie, da das Leben des Verletzten von einer inneren Verletzung (zum Beispiel einem Riss der Milz) weitaus stärker bedroht ist, als von einer Verletzung der Extremitäten.

Literatur

  • Delorme, Debus, Ultraschalldiagnostik, Stuttgart 1998, ISBN 3-7773-1125-1
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Morison-Grube aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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