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Krankheitsfrüherkennungsprogramm
Die Untersuchungen im Rahmen des Krankheitsfrüherkennungsprogrammes teilen sich auf in:
- U1: Eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt werden mit Hilfe des Apgar-Score fünf entscheidende Aspekte beurteilt. Als Merkspruch dafür ist verbreitet:
- Atmung
- Puls (Herzschlag)
- Grundtonus (Muskeltonus)
- Aussehen (Hautfarbe)
- Reflexauslösbarkeit
- Pro Merkmal werden entweder 0 Punkte (nicht feststellbar), 1 Punkt (nicht ausgeprägt) oder 2 Punkte (Merkmal gut vorhanden) vergeben. Neugeborene mit einem Apgar-Wert von 10 atmen gut, haben einen Puls über 100 Schlägen pro Minute, bewegen sich aktiv, sind vollständig rosa und können kräftig schreien. Zur Untersuchung gehört das Messen und Wiegen des Babys, sowie die Untersuchung des Blutes der Nabelschnur. Das Blut aus der Nabelschnur enthält pluripotente Stammzellen und ist möglicherweise in besonderem Maße für spezielle Therapien im späteren Leben des Kindes geeignet.
- U2: 3. bis 10. Lebenstag
- U3: 4. - 6. Lebenswoche
- U4: 3. - 4. Lebensmonat
- U5: 6. - 7. Lebensmonat
- U6: 10. - 12. Lebensmonat
- U7: 21. - 24. Lebensmonat
- U8: 43. - 48. Lebensmonat
- U9: 60. bis 64. Lebensmonat
Sinn und Zweck
Früherkennungsmaßnahmen für Säuglinge und Kleinkinder zählen seit 1971 zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Durch diese Untersuchungen soll sichergestellt werden, dass Defekte und Erkrankungen von Neugeborenen, Babys, Kleinkindern und Kindern, insbesondere solche, die eine normale körperliche und geistige Entwicklung des Kindes in besonderem Maße gefährden, möglichst schnell erkannt werden.
Statistik
Aus Langzeitbetrachtung der Ergebnisse geht hervor, dass der Anteil männlicher Neugeborener an Risikoschwangerschaften höher ist als der von weiblichen Neugeborenen. Geburtsrisiken treten häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf (außer Lageanomalien: Beckenendlage bzw. reine Steißlagen/Steiß-Fußlagen/Fuß- oder Knielage).
Siehe auch
Quellen
- Allhof, P.G.(1988): Krankheitsfrüherkennungsprogramm für Kinder - Aufbereitung und Interpratation der Untersuchungsergebnisse aus den gesetzlichen Früherkennungsmaßnahmen 1978-1985. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 1988.
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