Kognitive Neurowissenschaft
Die kognitive Neurowissenschaft (engl.: Cognitive Neuroscience) beschäftigt sich mit den neuronalen Mechanismen, die der Kognition zugrunde liegen.
Das Feld der kognitive Neurowissenschaft hat Überlappungen mit Kognitionswissenschaft und kognitiver Psychologie und ist hauptsächlich in der kognitiven Psychophysiologie begründet.
Die kognitiven Neurowissenschaften versuchen aber, im Gegensatz zu den kognitiven Psychologen, nicht den (menschlichen) Geist zu verstehen, sondern beschäftigen sich mit den mentalen Prozessen, die im Gehirn stattfinden. Trotzdem beeinflussen sich die beiden Disziplinen regelmäßig gegenseitig, da ein genaueres Verständnis der mentalen Prozesse hilfreich für das Verständnis der darunterliegenden Hirnstrukturen ist und umgekehrt.
Hintergrund
Für gewöhnlich entstammen Forscher in der kognitiven Neurowissenschaft einem experimentalpsychologischen, kognitionspsychologischen, neurobiologischen, neurologischen, physikalischen oder mathematischen Hintergrund. Die verwendeten Methoden sind folglich vielfältig und umfassen psychophysikalische Experimente und funktionelle Bildgebung, aber auch Methoden der Neurophysiologie und auch der Neuroinformatik.
Die Disziplin der kognitiven Neurowissenschaft wurde von George A. Miller und Michael Gazzaniga begründet.
Siehe auch: Kognitionswissenschaft, Biopsychologie, Neuropsychologie, neuronales Korrelat des Bewusstseins
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