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Kaliumnitrosodisulfonat
| Strukturformel |
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| Allgemeines |
| Name |
Kaliumnitrosodisulfonat |
| Andere Namen |
Fremys Salz
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| Summenformel |
K2[ON(SO3)2] |
| CAS-Nummer |
14293-70-0 |
| Kurzbeschreibung |
gelb-orange Kristalle |
| Eigenschaften |
| Molare Masse |
268,32 g·mol–1 |
| Aggregatzustand |
fest |
| Siedepunkt |
Zersetzung |
| Löslichkeit |
Sehr gut in Wasser
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| Sicherheitshinweise |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Kaliumnitrosodisulfonat (auch Fremys Salz, K2[ON(SO3)2]) ist das Kaliumsalz der im freien Zustand nicht bekannten Nitrosodisulfonsäure. Es wurde 1845 durch Edmond Fremy (1814 - 1894) entdeckt.
Eigenschaften
Die orange-gelb gefärbten Kristalle des Kaliumnitrosodisulfonats lösen sich im Wasser mit violetter Farbe. Dies ist auf eine Dissoziation des im Kristallverband dimer vorliegenden Anions in zwei Radikalanionen (genauer Aminoxylradikale) zurückzuführen. Kaliumnitrosodisulfonat ist ein starkes Oxidationsmittel, welches beispielsweise in der organischen Chemie dazu benutzt werden kann, Phenole in Chinone zu überführen.
Darstellung
Nitrosodisulfonate sind Oxidationsprodukte der im freien Zustand ebenfalls nicht bekannten Hydroxylamin-N,N-disulfonsäure. Zum Kaliumnitrosodisulfonat gelangt man entsprechend über die Synthese letzterer Säure und deren Oxidation. Dazu versetzt man eine eisgekühlte, wässrige Lösung von Natriumnitrit und Natriumdisulfit mit Essigsäure, wobei sich das entsprechende Hydroxylamin-N,N-disulfonat bildet:

Das Hydroxylamin-N,N-disulfonat wird im ammoniakalischen Milieu mit Kaliumpermanganat zum Nitrosodisulfonat oxidiert:
![\mathrm{6 \; [\cdot ON(SO_3)_2]^{2-} + 2 \; MnO_2 + 2 \; OH^- + H_2O}.](/lexikon/d/images/math/2/5/9/25924787c211ec8b5d6be50a5ce59e76.png)
Nach Filtration vom ausgefallenen Braunstein, Versetzen der violetten Lösung mit Kaliumchlorid und Kühlung erhält man Fremys Salz in Form orange-gelber Kristalle.
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