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Hämolytische Anämie

Die hämolytische Anämie ist eine Anämie (Mangel an Blut), bei der die Zahl der roten Blutkörperchen durch einen gesteigerten Abbau zu niedrig ist. Durch den beschleunigten Abbau sinkt das durchschnittliche Alter der roten Blutkörperchen (normal sind ca. 120 Tage). Sie kann chronisch als angeborene Krankheit auftreten, oder akut, z. B. beim Transfusionszwischenfall.

Albert Einstein erkrankte an dieser Krankheit.

Ursachen

  • korpuskulär (Ursache in den Erythrozyten)
  • extrakorpuskulär (Ursache außerhalb der Erythrozyten)
  • Immunhämolysen (Zerstörung der Erythrozyten) durch eigene oder fremde (Graft versus Host) Abwehr
  • mechanisch bedingt
  • toxisch-medikamentös bedingt,z.B. als bei der Kombinationstherapie der Hepatitis C mit Interferon alpha und Ribavirin häufig auftretende Nebenwirkung des Ribavirins (hierbei meist nach Therapieende gut reversibel)

Anzeichen

Allgemeine Anämiezeichen sind:

  • Leistungsminderung
  • Schwäche
  • rasche Ermüdung
  • Herzklopfen
  • Atembeschwerden bei Belastung
  • zentralnervöse Störungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerz
  • Ohrensausen
  • Haut und Schleimhaut
  • Blässe, bei hämolytischer Anämie können Haut und Schleimhaut durch die entstehenden Hämoglobinabbauprodukte gelblich erscheinen (Ikterus)
  • Erhöhung des indirekten Bilirubins, der LDH und der Reticulozyten --> Evtl. Ikterus (Gelbfärunge von Haut und Skleren)

Des Weiteren ist der Eisengehalt im Blut durch den gesteigerten Erythrozytenabbau erhöht und die Milz aus dem gleichen Grund vergrößert (Splenomegalie). Im Blutbild ist eine starke Erhöhung der Erythrozytenverteilungsbreite feststellbar.

Therapie

Je nach Ursache:

  • Splenektomie (Milzentfernung)
  • Infektprophylaxe
  • Bluttransfusion
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hämolytische_Anämie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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