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Gruber-Widal-Reaktion

Die Gruber-Widal-Reaktion [nach dem Hygieniker M. von Gruber und dem französischen Pathologen Fernand Widal, * 1862, † 1929] weist bestimmte Antikörper mit Hilfe von Antigenen auf bekannten Bakterien nach und erlaubt durch die Ermittlung des Titers einen Schluss auf die Konzentration dieser Antikörper im Blutserum eines Patienten.

Durchführung: Blutserum wird in aufsteigender geometrischer in physiologischer Kochsalzlösung verdünnt, mit einer Suspensionen abgetöteter Bakterien zusammengebracht und 24 Stunden bei 37 °C inkubiert, wobei das Agglutinat aus Antikörper und Antigen-tragenden Bakterien in Form einer weißen Trübung ausfällt. Die größte Verdünnung mit einer Ausfällung gibt den Titer an. Der Titer kann mit einem Agglutinoskop abgelesen werden. Wichtig für die Beurteilung, ob eine akute Infektion vorliegt, ist außer der Höhe der Verlauf des Titers: für eine akute Infektion ist ein Titeranstieg binnen 7 Tagen Voraussetzung. Die Guber-Widal-Reaktion ist wichtig für die Diagnostik z.B. der Salmonellosen, Escherichia Coli-Infektionen, Ruhr. – Auch als W.-Wright-Reaktion auf Brucellose.

Vergleiche: Gruber'sche Antigenanalyse

 
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