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Γ-Glutamyltransferase

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γ-Glutamyltransferase
Synonyme

γ-Glutamyltranspeptidase

EC-Nummer

2.3.2.2

CAS-Nummer

9046-27-9

Kategorie Transferase
Substrate 5-L-Glutamyl-Peptid + Aminosäure
Produkte Peptid + 5-L-Glutamyl-Aminosäure

γ-Glutamyltransferase (γ-GT, GGT, auch γ-Glutamyltranspeptidase, γ-GTP) ist ein membrangebundenes Enzym in vielen Körperzellen. GGT, welche im Blut gemessen wird, stammt jedoch ausschließlich aus der Leber. Die GGT überträgt den Glutamylrest von Glutathion auf Peptide.

Labordiagnostik

In der Labordiagnostik wird die Aktivität der GGT aus dem Plasma oder dem Serum bestimmt, um abzuklären, ob eine Leber- oder Gallenwegserkrankung vorliegt. Der Referenzbereich für Messungen bei 37 °C nach IFCC liegt bei unter 42 U/l für Frauen und unter 71 U/l für Männer.

Wenn der GGT-Wert im Referenzbereich liegt, kann man eine Erkrankung der Leber mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen. Erhöhte GGT-Werte können viele Ursachen haben und müssen im Zusammenhang mit anderen Laborwerten wie Alkalische Phosphatase, ALT/GPT, AST/GOT oder Bilirubin interpretiert werden. Leichte Erhöhungen können durch die Einnahme von gewissen Medikamenten oder durch chronischen Alkoholkonsum auftreten. Stärkere Erhöhungen findet man bei chronischer Hepatitis, Leberzirrhose, Lebermetastasen oder Schädigungen der Leber durch Gifte, Medikamente, Alkohol oder Erbkrankheiten wie DM2 (PROMM). Die höchsten GGT-Werte beobachtet man bei Erkrankungen der Gallenkanäle (Cholestase, Cholangitis), bei akuter Hepatitis sowie bei toxischen Leberschädigungen.

Literatur

  • B. Neumeister, I. Besenthal, H. Liebrich: Klinikleitfaden Labordiagnostik, Urban & Fischer, München/Jena 2003, ISBN 3-437-22231-7
  • Lothar Thomas: Labor und Diagnose, TH-Books, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-980-52155-9
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Γ-Glutamyltransferase aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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