amorphes, schwach gelblich bis braunes Pulver, seltener Nadeln oder Schuppen
Eigenschaften
Molare Masse
634,453 g·mol–1
Aggregatzustand
fest
Schmelzpunkt
210 °C
Löslichkeit
Gut löslich in polaren Lösungsmitteln (z.B. in Wasser, Ethanol, Aceton und Glycerin), beinahe unlöslich in unpolaren Lösungsmitteln (z.B. in Diethylether/Äther, Chloroform und Benzol)
Corilagin wurde erstmals 1951 aus Dividivi-Extrakten und aus Caesalpinia coriaria isoliert.[1][2] In der Traditionellen Chinesischen Medizin wurden Extrakte der Pflanze Phyllanthus urinaria, welche Corilagin enthalten, aufgrund ihrer antiviralen und antibakteriellen Wirkung als Heilmittel verabreicht.[3]
Gewinnung und Darstellung
Corilagin kann aus den Wurzeln von Euphorbia fisheriana[4], dem Granatapfel (Punica granatum)[5] oder getrockneten Früchten von Terminalia chebula gewonnen werden.[6]
Dabei werden die gesammelten Pflanzenteile zunächst zerkleinert und in Wasser gelegt. Im Wasser lösen sich die hydrophilen Bestandteile. Danach wird die wässrige Lösung mit einem Gemisch aus Diethylether und Ethanol (im Verhältnis 4 zu 1) behandelt, um das Corilagin herauszulösen.
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
schwacher, eigenartiger Geruch
bitterer Geschmack
bewirkt ein Zusammenziehen der Schleimhäute (adstringierende Wirkung)