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Galactorrhoe

Galactorrhoe (von griech. γάλα, gála; Genitiv γάλακτος, gálaktos, „Milch“ und ῥέω, rhéo, „ich fließe“; Analogbildung zu Diarrhö), auch bekannt unter den Schreibweisen Galactorrhöe oder Galactorrhö, im Volksmund auch (krankhatfter) Milchfluss genannt, beschreibt den Austritt von Muttermilch oder muttermilchartigem Sekret aus der Brust, bei Frauen ohne dass eine Schwangerschaft und Wochenbett stattgefunden hat und ohne dass das Stillen fortdauert.

Bei mehr als 80 % der Frauen kann durch Drücken der Brustwarze Milchfluss bewirkt werden, da durch die Stimulation das Hormon Prolaktin ausgeschüttet wird, ein Sexualhormon, welches beim Stillen eine unterstützende Funktion hat. Der Prolaktinspiegel kann bei Frauen ansteigen, wenn sie hormonelle Verhütungsmittel wie die Anti-Baby-Pille nehmen, Drogen konsumieren oder einfach psychische Probleme haben und unter Stress stehen, aber auch als Nebenwirkung von Blutdrucksenkern und Neuroleptika auftreten.

Meist ist der Milchfluss ungefährlich, und in der Hälfte der Fälle kann keine Ursache gefunden werden. Ein Arztbesuch wird aber angeraten, wenn der Milchfluss anhaltend ist, nur einseitig vorkommt, von selbst austritt, Schmerzen bereitet, riecht und/oder klebrig, eitrig oder blutig ist, da dies ein Hinweis auf ein frühes Stadium von Brustkrebs sein könnte. Galactorrhoe kann bei beiden Geschlechtern, Kindern und sogar bei Säuglingen ("Hexenmilch") auftreten, bei erwachsenen Männern sollte stets eine diagnostische Abklärung erfolgen.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Galactorrhoe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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