 |
 |
 |
 |
 |
|
|
Flucytosin
| Steckbrief |
| Name (INN) |
Flucytosin |
| Wirkungsgruppe |
Antimykotika
|
| Handelsnamen |
Ancotil®
|
| Klassifikation |
| ATC-Code |
J02AX01 |
| CAS-Nummer |
2022-85-7 |
| Verschreibungspflichtig: Ja |
Ähnliche Arzneistoffe suchen
| Fachinformation (Flucytosin) |
| Chemische Eigenschaften |
IUPAC-Name: 4-Amino-5-fluorpyrimidin-2-on |
| Summenformel |
C4H4FN3O |
| Molare Masse |
129,09 g/mol−1 |
Flucytosin ist ein Analogon der Nukleinbase Cytosin und ein Arzneistoff, welcher als systemisches Antimykotikum zur Behandlung von Mykosen verwendet wird.
Wirkung
Flucytosin (5-Fluor-Cytosin) wird durch eine Cytosin-Permease in die Zelle aufgenommen und dort sofort durch die Cytosin-Deaminase zu 5-Fluor-Uracil desaminiert. Das Enzym UMP-Pyrophosphorylase wandelt 5-Fluor-Uracil in 5-Fluor-UMP um, das dann weiter zu 5-Fluor-UTP phosphoryliert und in die RNA eingebaut wird und deshalb die Synthese fehlerhafter RNA bewirkt, die das Wachstum hemmt. 5-Fluor-Uracil wird außerdem zu 5-Fluor-dUMP umgewandelt, das die Thymidylat-Synthase und damit die DNA-Synthese und die Zellteilung inhibiert.[1]
Die Desaminierung von 5-Fluor-Cytosin zu 5-Fluor-Uracil erfolgt in den Zellen von Säugetieren nicht oder nur in geringem Maße. Die weiteren Stoffwechselprodukte stören die RNA- und DNA-Synthese der Pilzzelle und wirken somit fungistatisch (pilzwachstumshemmend).
Flucytosin wirkt gegen Candida-Arten (hier gibt aber teilweise schon Resistenzen), Aspergillus-Arten und weitere Pilze. Um weiteren Resistenzbildungen vorzubeugen wird es häufig mit Amphotericin B kombiniert.
Quellen
- ↑ Joachim Morschhäuser (2003): Resistenzen und Resistenzmechanismen: Wie entkommen Pilze der Therapie? In: Pharmazie in unserer Zeit. Bd. 32, Nr. 2, S. 124-129. doi:10.1002/pauz.200390029
|
| |
|
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Flucytosin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|
|
|
|
|
|