Das Wort Falx kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Sense“ oder „Sichel“.
Falx war die römische Bezeichnung für eine typische Hiebwaffe der antiken Daker. Es handelt sich dabei um ein etwa 50–130 cm langes Krummschwert mit nach innen gebogener Krümmung und einem langen hölzernen Schaft, das auf der Innenseite geschliffen war und mit beiden Händen geführt wurde. In den Kriegen des römischen Reiches gegen die Daker unter Decebalus 106 n. Chr. verbreitete diese Waffe aufgrund ihrer Wucht bei den römischen Legionären Angst und Schrecken. Eine Falx konnte, von einem kräftigen Mann geführt, Leder- und sogar leichte Eisenrüstungen und Helme durchschneiden. Die Römer verstärkten aus diesem Grund während Trajans Dakienfeldzug die Rüstungen ihrer Legionäre. Beispielsweise sind aus Funden dieser Zeit kreuzförmige Metallstreben auf der Kuppel der Legionärshelme bekannt, die von den Waffenschmieden der römischen Trosse innerhalb von kurzer Zeit für die in Dakien stehenden Legionen flächendeckend eingeführt wurden.
Siehe auch: thrakische Romphaia.
Anatomie
In der Medizin bezeichnet man mit
Falx cerebri die „Hirnsichel“ der harten Hirnhaut (Dura mater), die sich zwischen die beiden Hemisphären des Großhirns vorwölbt.
Falx cerebelli eine Duraduplikatur, die zwischen die Hemisphären des Kleinhirns ragt.
Falx inguinalis (bzw. „Henle-Ligament“, „Leistensichel“) die innere Begrenzung des „inneren Leistenrings“ des Leistenkanals.
Literatur
Peter Connolly: Die römische Armee. Tessloff, Nürnberg 1996. ISBN 3-7886-0745-9