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Enterohämorrhagische Colitis

Die Enterohämorrhaghische Colitis (von enteros: Darm, hämmorrhagisch: blutend) ist eine schwere Enteritis (Entzündung des Darms, hervorgerufen durch sogenannte enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterien (EHEC).

Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer (v.a. Rehe und Hirsche) werden als Hauptreservoir für EHEC angesehen. EHEC-Infektionen können zu schweren Darmentzündungen mit blutig-wässrigem Durchfall und starken Unterleibskrämpfen führen. Besonders bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Abwehrgeschwächten kann es unter Umständen zu dramatischen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen kommen.

Die EHEC-Bakterien können auch ein sehr schweres systemisches Krankheitsbild verursachen, das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Dieses Krankheitsbild kann zu einem schweren Nierenversagen führen, bei dem in den meisten Fällen eine Dialyse durchgeführt werden muss. Bei fünf Prozent der aufgetretenen HUS-Fälle kommt es zu einer dauerhaften Nierenschädigung. Diese Patienten können nach überstandener akuter Erkrankung letztlich nur durch eine Nierentransplantation geheilt werden.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Enterohämorrhagische_Colitis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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