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Diurese

Der medizinische Ausdruck Diurese bezeichnet die Harnausscheidung durch die Nieren. Diese beträgt beim Menschen etwa ein bis eineinhalb Liter pro Tag.

Die Diurese wird im Rahmen medizinischer Maßnahmen beeinflusst:

  • Die Diurese kann durch die Gabe harntreibender Mittel, sogenannter Diuretika, gesteigert werden. Dieses Vorgehen ist bei verschiedenen Nieren- und Herz-Kreislauferkrankungen sinnvoll, um die Kreislaufbelastung durch ein relativ zu hohes Blutvolumen zu reduzieren (z.B. bei Herzinsuffizienz).
  • Im Rahmen intensivmedizinischer Entgiftungsmaßnahmen wird die forcierte Diurese durchgeführt, die das Ziel verfolgt, giftige und wasserlösliche Substanzen durch eine hohe Harnproduktion aus dem Organismus zu entfernen.
  • Das Hormon Adiuretin, welches im Hypothalamus produziert und im Hypophysenhinterlappen gespeichert wird, ist verantwortlich für die Rückresorption von Wasser im distalen Tubulusabschnitt in den Nieren und ist damit Diurese hemmend.

Bereits das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt diuretisch. Wird Kaffee allerdings regelmäßig und in ähnlichen Mengen konsumiert, so besteht keine erhöhte Diurese oder Natriurese aufgrund des erhöhten Niveaus verschiedener Kompensationsmechanismen (escape-Phänomen). Kaffee wird deshalb nach aktuellem Forschungsstand als Teil der Wasserzufuhr des Körpers betrachtet und kann in der Flüssigkeitsbilanz wie jedes andere Getränk behandelt werden.

Siehe auch: Anurie, Oligurie, Polyurie, Furosemid, osmotische Diurese, Kontinenz - Inkontinenz

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Diurese aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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