Distickstofftrioxid ist bei Normdruck überhalb von 3 °C instabil, da es beim Sieden dissoziert. Unterhalb von -102 °C liegt es in festem Aggregatzustand vor.
Herstellung
Distickstofftrioxid wird durch Kontakt gleicher Mengen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) erzeugt, wobei die Mischung unter -21 °C abgekühlt wird. Die beiden Gase reagieren miteinander und verbinden sich zu der blassblauen Flüssigkeit Distickstofftrioxid mit der Formel N2O3. Distickstofftrioxid ist nur in festem sowie flüssigem Aggregatzustand stabil; bei Erwärmung über 3 °C zerfällt es wieder in die beiden Substanzen NO und NO2 .
Verwendung
Distickstofftrioxid ist das Anhydrid der Salpetrigen Säure HNO2. Diese entsteht auch, wenn Distickstofftrioxid in Wasser (H2O) eingebracht wird. Sie zerfällt jedoch bei nicht zeitnaher Weiterverarbeitung zu Stickstoffmonoxid NO sowie Salpetersäure HNO3. Nitrite, die Salze der Salpetrigen Säure, werden manchmal durch Zugabe von Distickstofftrioxid zu den jeweiligen Basen hergestellt.
Sicherheitshinweise
Beim Verschlucken/Einatmen durch Zerlegung in toxische Gase giftig. Brennt auf der Haut und färbt sie durch Zersetzung in NO2 gelblich. Bei Kontakt mit dem Auge sind schwere Schädigungen die Folge.