Der Begriff Dirty Drug (zu deutsch schmutziges Medikament) bezeichnet im pharmakologischen Sprachgebrauch ein Medikament, das im Gehirn an verschiedene molekuläre Bindestellen oder Rezeptoren bindet. Dadurch wird zwar eine große Bandbreite an Wirkungen erzielt, es kommt aber auch häufig zu unbeabsichtigten und unvorhersehbaren (Neben-) Wirkungen. Heutzutage wird versucht, bei Medikamenten eine möglichst spezifische Wirkung zu erreichen, um die unerwünschten Effekte möglichst gering zu halten.
Beispiele
Alle ergolinen Dopaminagonisten, d. h. Dopaminagonisten die aus den Mutterkornalkaloiden abgeleitet werden (s.a. Lisurid). Sie wirken an verschiedenen Rezeptoren und nicht nur den Dopaminrezeptoren, auf die sie eigentlich abzielen sollten.