Dimethyl-p-phenylendiamin bildet, wie alle Derivate des p-Phenylendiamins, bei Abgabe eines Elektrons stabile, farbige Semichinondiimin-Radikal-Kationen (Würster-Rot). Durch weitere Abgabe eines Elektrons und eines Protons entstehen farblose Chinondiimin-Kationen. [2]
Die freie Base ist auch sehr reaktiv gegenüber Oxidation durch Luftsauerstoff. Dabei entstehen tiefbraune bis schwarze hochmolekulare Verbindungen. Die Salze sind weniger empfindlich.
Verwendung
DMPD findet Verwendung als Redoxindikator und Nachweisreagenz.
Andere Bezeichnungen
Würster-Rot Reagenz (nach Casimir Würster, auch Wurster-Rot Reagenz)
Quellen
↑ abc ESIS-European chemical Substances Information System
↑ Nickel, U. (1978): Reaktionen mit Wursterschen Kationen. In: Chemie in unserer Zeit. Bd. 12, Nr. 3, S. 89-98. doi:10.1002/ciuz.19780120305