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Dimercaprol
| Strukturformel |
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| Allgemeines |
| Name |
Dimercaprol |
| Andere Namen |
- 2,3-Dimercapto-1-propanol
- 2,3-Dimercaptopropan-1-ol
- Dithioglycerin
- British Anti-Lewisite
- BAL
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| Summenformel |
C3H8OS2 |
| CAS-Nummer |
59-52-9 |
| Kurzbeschreibung |
gelbliche Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch [1] |
| Eigenschaften |
| Molare Masse |
124,22 g/mol |
| Aggregatzustand |
flüssig |
| Dichte |
1,25 g/cm3 [1] |
| Siedepunkt |
140 °C (bei 54 mbar) [1] |
| Dampfdruck |
7,4 mbar (100 °C) [1]
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| Löslichkeit |
gut in Wasser (87 g/l) [1]
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| Sicherheitshinweise |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Dimercaprol ist eine organische Verbindung, die sowohl zu den Alkoholen, als auch zu deren Schwefel-Analoga, den Thiolen zählt. Sie dient als Antidot bei Vergiftungen mit Lewisit und verschiedenen Schwermetallen. Dies führte zu der Bezeichnung British Anti-Lewisite (kurz BAL).
Geschichte und Verwendung
Dimercaprol wurde im Zweiten Weltkrieg von britischen Biochemikern der Universität Oxford als Gegengift zum Lewisit entwickelt. Mittlerweile wird die Substanz auch bei Vergiftungen mit den Schwermetallen Quecksilber, Antimon, Bismut, Chrom, Gold und Nickel, sowie zur Behandlung der Morbus Wilson eingesetzt.
Eigenschaften und Wirkung
Dimercaprol ist eine gelbliche Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch nach Mercaptan. Sie löst sich gut in Wasser und ist brennbar, muss dazu jedoch auf Temperaturen weit über 100 °C erhitzt werden. Die Antidotwirkung von Dimercaprol beruht einerseits auf der Reaktivierung von durch Lewisit blockierten Sulfid-Gruppen in Proteinen; bei Metallen dagegen erfolgt eine Chelatbildung mit den Metallionen über die Thiol-Gruppen des Dimercaprols.
Quellen
- ↑ a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 59-52-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 08. November 2007 (JavaScript erforderlich)
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