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Chorda dorsalis

Die Chorda dorsalis ("Rückensaite"), auch Notochord genannt, ist das ursprüngliche innere Achsenskelett aller Chordatiere und war für diese namensgebend.

Die Chorda dorsalis entsteht in der Frühphase der Embryonalentwicklung bei der Bildung der Keimblätter (Gastrulation). Bei niederen Wirbeltieren entsteht sie durch Abfaltung im Entoderm. Bei Reptilien, Vögeln und Säugetieren bildet sie sich am sogenannten Primitivknoten, von dem der Kopffortsatz auswächst. Aus der Verbindung zwischen Kopffortsatz und Entoderm (Chordaplatte) und dem Kopffortsatz selbst entsteht die Chorda.

Bei den Manteltieren (Tunicata, Urochordata) und Schädellosen (Cephalochordata) bleibt die Chorda dorsalis das Innenskelett des Rumpfes.

Bei den Wirbeltieren (Vertebrata) bildet sich die Chorda dorsalis zumeist vollständig zurück. Neben ihr entstehen zunächst die Urwirbel, später die definitiven Wirbel. Mit der Entstehung der Wirbelsäule setzt die Rückbildung ein. Bei den Säugetieren bleiben Fragmente der Chorda dorsalis als Gallertkern (Nucleus pulposus) in der Bandscheibe erhalten.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chorda_dorsalis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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