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Chlormethan

Strukturformel
Allgemeines
Name Chlormethan
Andere Namen
  • Methylchlorid
  • Monochlormethan
  • R 40
Summenformel CH3Cl
CAS-Nummer 74-87-3
Kurzbeschreibung farbloses, süß riechendes Gas
Eigenschaften
Molare Masse 50,49 g·mol−1
Aggregatzustand gasförmig
Dichte 2,3065 g·cm−3 (0 °C)[1]
Schmelzpunkt −97,4 °C[1]
Siedepunkt −23,76 °C[1]
Dampfdruck

4896 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

löslich in Alkohol, schlecht in Wasser (5 g/l[1])

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
Hochentzündlich
F+
Hochent-
zündlich
R- und S-Sätze R: 12-40-48/20
S: (2-)9-16-33
MAK

50 ml/m3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methylchlorid oder Chlormethan ist ein farbloses, schwach süßlich riechendes, gesundheitsschädliches und leicht brennbares Gas.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung

Chlormethan kann durch Erhitzen von Chlor mit Methan auf 400–500 °C erzeugt werden. Bei dieser Temperatur findet eine schrittweise radikalische Substitution bis hin zu Tetrachlormethan statt:

\mathrm{CH_4 + Cl_2 \longrightarrow CH_3Cl + HCl}
\mathrm{CH_3Cl + Cl_2 \longrightarrow CH_2Cl_2 + HCl}
\mathrm{CH_2Cl_2 + Cl_2 \longrightarrow CHCl_3 + HCl}
\mathrm{CHCl_3 + Cl_2 \longrightarrow CCl_4 + HCl}
Methan reagiert mit Chlor unter Bildung von Chlorwasserstoff zunächst zu Chlormethan, und weiter zu Dichlormethan, Trichlormethan und schließlich Tetrachlormethan.

Das Ergebnis des Prozesses ist eine Mischung der vier Chlormethane, welche durch Destillation getrennt werden können.

Technisch wird Methanol hydrochloriert.

Verwendung

Es wird als Methylierungsmittel in der organischen Chemie eingesetzt und zur Veretherung von Alkoholen und Phenolen. Es wird in der Silikonherstellung benötigt. Seine hohe Verdampfungswärme ermöglicht einen Einsatz als Kältemittel. Früher wurde es zu Narkosezwecken, aber auch als lokales Kälteanästhetikum, verwendet.

Gefahren

Das betäubende Gas löst Störungen des Zentralnervensystems aus und schädigt Leber, Niere und Herz. Methylchlorid gilt als Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial und der Fruchtschädigung.

Die Explosionsgrenze liegt zwischen 7,1 Vol.-% und 18,5 Vol.-% in der Luft.

Quellen

  1. a b c d e f Eintrag zu Chlormethan in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 8.12.2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chlormethan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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