Chlormethan kann durch Erhitzen von Chlor mit Methan auf 400–500 °C erzeugt werden. Bei dieser Temperatur findet eine schrittweise radikalische Substitution bis hin zu Tetrachlormethan statt:
Es wird als Methylierungsmittel in der organischen Chemie eingesetzt und zur Veretherung von Alkoholen und Phenolen. Es wird in der Silikonherstellung benötigt. Seine hohe Verdampfungswärme ermöglicht einen Einsatz als Kältemittel. Früher wurde es zu Narkosezwecken, aber auch als lokales Kälteanästhetikum, verwendet.
Gefahren
Das betäubende Gas löst Störungen des Zentralnervensystems aus und schädigt Leber, Niere und Herz. Methylchlorid gilt als Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial und der Fruchtschädigung.
Die Explosionsgrenze liegt zwischen 7,1 Vol.-% und 18,5 Vol.-% in der Luft.
Quellen
↑ abcdef Eintrag zu Chlormethan in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 8.12.2007 (JavaScript erforderlich)