Cadmiumsulfid kommt in Form der Minerale Hawleyit und Greenockit in der Natur vor.
Eigenschaften
Cadmiumsulfid ist ein Feststoff und kann als gelbe bis orangefarbene Kristalle (Wurtzit-Struktur) oder als gelbbraunes Pulver vorliegen. Es ist brennbar, beim Erhitzen erfolgt Zersetzung unter Bildung toxischer Schwefeldioxid-Dämpfe (SO2). Mit starken Oxidationsmitteln und mit Säuren reagiert Cadmiumsulfid unter Bildung von toxischem Schwefelwasserstoff (H2S).
Toxikologie
Es besteht ein erhöhtes Risiko der Lungenschädigung bei wiederholter oder längerer Arbeit mit diesem Stoff. Weiterhin sind Effekte auf Nieren und Knochenmark möglich. Cadmiumsulfid stellt für den Menschen ein erhöhtes Krebsrisiko dar. Es ist von der EU als krebserzeugend in der Kategorie 2 eingestuft (R45). Schweiß- oder Lötarbeiten an mit Cadmiumsulfid behandelten Materialien setzen das sehr giftige Cadmiumoxid frei, das akute Lungenschäden hervorruft.
Verwendung
Cadmiumsulfid wird als gelbes Pigment (Cadmiumgelb) verwendet. Friedrich Stromeyer entdeckte es 1818 im Laboratorium und es wurde ab 1825 in Deutschland als Pigment produziert. Es entsteht aus einer Fällung von Cadmiumsalzen und Schwefelwasserstoff oder Sulfiden. Durch diese Reaktion wird die spätere Farbe beeinflusst. Es ist eines der häufigsten Gelbpigmente in Malerfarben und zeichnet sich durch seine hohe Deckkraft und seine gute Lichtbeständigkeit aus.
Es ist außerdem photoleitend und wird deswegen auch in Belichtungsmessern eingesetzt.
Aufbewahrung
In Auffangvorrichtung aufbewahren. Lagerung getrennt von starken Oxidationsmitteln, starken Säuren, Lebensmitteln und Futtermitteln.
Quellen
↑ abcdef Eintrag zu Cadmiumsulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 19. Mai 2007 (JavaScript erforderlich)