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C4d (Komplementsystem)

C4d ist ein Spaltprodukt des Komplementproteins C4. C4d entsteht bei der Komplement-Aktivierung über den klassischen, durch Antikörper vermittelten Weg. C4d enthält eine verborgene Sulfhydryl-Gruppe, die nach Komplement-Aktivierung durch Antikörper und C1 eine kovalente Thioester-Bindung mit benachbarten Proteinen eingeht. C4d verbleibt nach Aktivierung mehrere Tage im Gewebe. Die funktionelle Bedeutung der C4d-Bindung ist unbekannt. Bei der Abstoßung von transplantierten Organen ist C4d hochgradig assoziiert mit zirkulierenden Antikörpern gegen HLA Klasse I und Klasse II-Antigene. Der Nachweis von C4d im Gewebe eines transplantierten Organs ist derzeit der beste Marker für eine durch Antikörper vermittelte Abstoßungsreaktion.

Literatur

  • H. E. Feucht et. al.: Capillary deposition of C4d complement fragment and early renal graft loss. In: Kidney International. 43. 1993, 1333–1338; doi:10.1038/ki.1993.187
  • R. B. Colvin: Antibody-Mediated Renal Allograft Rejection: Diagnosis and Pathogenesis In: J Am Soc Nephrol. 18. 2007, 1046-1056
 
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