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Brassinosteroide

 

Brassinosteroide sind Phytohormone. Die Steroidverbindungen wurden erstmals 1979 aus Raps (Brassica napus) isoliert (in 230 kg Rapspollen fand man 10 mg Brassinolid). Bekannt sind bisher ungefähr 70 Verbindungen. Brassinosteroide fördern unabhängig von anderen Phytohormonen die Entwicklung und das Wachstum von Pflanzen. Es Fördert das Sprosswachstums, das Aufrollen der Blätter und die Differenzierung des Xylems. Des weiteren hemmt es das Wurzelwachstum und die Anthocyanbildung. Mangelmutanten weisen Zwergwuchs, herabgesetzte Apikaldominanz und geringe Fertilität auf. Außerdem sind sie essentielle Steuerungsfaktoren der Skotomorphogenese. Die Biosynthese erfolgt aus Campesterol über eine Kette, an der Cytochrom P450-abhängige Hydroxylasen und eine Reduktase beteiligt sind. Dieser Weg ähnelt stark dem Steroidsyntheseweg in Tieren.

Ein Extrakt der Gewöhnlichen Pechnelke enthält eine relativ große Menge von Brassinosteroiden, welche sich nachweislich positiv auf das Pflanzenwachstum anderer Pflanzen auswirken.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Brassinosteroide aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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