Die Blastozyste (gr.: blastos = Spross, Keim; kystis = Blase bzw. Keimbläschen) ist jenes Entwicklungsstadium der Embryogenese, das der Bildung der Morula folgt.
In der Embryogenese des Menschen entwickeln sich hierbei innerhalb des zunächst kompakten Zellgefüges der Morula aus den Interzellularspalten flüssigkeitsgefüllte Interzellularräume, die schließlich ungefähr drei bis vier Tage nach der Befruchtung zur Blastozystenhöhle (Blastocoel) konfluieren und damit namensbildend wirken. Die Zona pellucida (Eihülle) löst sich nun auf. Die inneren Zellen der Morula – der Embryoblast – kommt dabei auf eine Seite zu liegen, während sich aus den umhüllenden Zellen der Trophoblast bildet – eine schützende Hülle, aus der schließlich Plazenta und Eihäute entstehen werden.
Die Entwicklung zur Blastozyste wird als Blastogenese oder Blastulation bezeichnet.