Betamethason ist ein synthetisches Glucocorticoid und damit ein Steroid-Hormon, das als entzündungshemmendes Medikament überall dort verwendet wird, wo der Einsatz wässriger Lösungen unerwünscht ist.
Betamethason wird als Medikament gegen Ekzeme und andere äußerliche Entzündungen, meist als 0.05-%ige Creme eingesetzt. Bei Föten kann es die Ausbildung der Lungen fördern (siehe Atemnotsyndrom des Neugeborenen) und die Häufigkeit der Sterblichkeit wegen intrakranialenBlutungen (d. h. von Blutungen innerhalb der Schädelhöhle) verringern. Weitere Anwendungen sind Darm- und Gelenkentzündungen.[1]
Derivate
Gegen Hauterkrankungen eingesetzt wird praktisch nur Betamethason-17-valerat, da dies das am stärksten wirksame Isomer ist. Betamethason-17-valerat ist in wässrigen Lösungen oder Cremes nur bei leicht saurem pH Wert stabil und isomerisiert andernfalls zu Betamethason-21-valerat und verliert damit fast 90 % seiner Wirksamkeit. Zur Behandlung von Darmerkrankungen wird das Betamethason-17,21-dipropionat verwendet, bei Gelenkentzündungen ist das Betamethason-21-acetat als Injektionslösung zu bevorzugen.[1] Wie alle Glucokorticoide sind die Betamethason-Derivate Steroid-Hormone, da sie die Grundstruktur des Sterans aufweisen.
Sicherheitshinweise
Da Betamethason die Plazenta durchdringt, kann es zu Komplikationen wie Hypoglykämie bei Neugeborenen (auch in utero, d.h. noch im Mutterleib) führen.
Referenzen
↑ ab Bruchhausen,Ebel,Frahm,Hackenthal: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Folgewerk, Bd.7, S.469-472, Veröffentlicht 1999, Springer-Verlag, ISBN 3540526323