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Azoospermie

Azoospermie (von altgr. zoon für „Lebewesen“ und σπέρμα, spérma, „Keim“, „Same“, vom Verb σπείρειν, speírein „säen“) ist der medizinische Ausdruck für das vollständige Fehlen von Samenreifungszellen und Samenzellen im Ejakulat.[1] Ein durch einen Orgasmus ausgelöster Erguss besteht dann allein aus Sekreten der akzessorischen Geschlechtsdrüsen (Seminalplasma).

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Präpubertär

Da bei manchen männlichen Kindern schon vor der Pubertät von den akzessorischen Geschlechtsdrüsen insbesondere die Prostata in der Lage sein kann, bei entsprechender Stimulation ein Sekret zu bilden, ist es bei diesen Heranwachsende durchaus möglich, dass auch ein oder mehrere Jahre vor der Geschlechtsreife bei einem Orgasmus eine - wenn auch sehr geringe - Ausscheidung (Ejakulation) von überwiegend Prostatasekret stattfinden kann.[2] Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Spermien gebildet werden, kann man bei einem solchen Erguss auch von Azoospermie sprechen.

Postpubertär

Nach der Pubertät, in deren Verlauf normalerweise die Spermienbildung einsetzt (Spermarche), kann eine Azoospermie auf verschiedene Art und Weise verursacht werden. Die Folge einer erworbenen Azoospermie ist die männliche Infertilität.

Klinisch werden folgende Azoospermieformen unterschieden:

Obstruktive Azoospermie

Bei der Obstruktiven Azoospermie kann die Ursache eine Verstopfung (Obstruktion) in den Samenleitern zwischen Nebenhoden und Samenblase sein. Auch eine absichtliche Samenleiterdurchtrennung bei Sterilisation kann zu dieser Form gezählt werden.

Nicht-obstruktive Azoospermie

Bei dieser Form der Azoospermie kann die Ursache beispielsweise eine Degeneration der Hodenkanälchen (Tubuli seminiferi) sein.

Einzelnachweise

  1. http://www.med.uni-giessen.de/aka/andro/kap4/41.html
  2. http://www2.rz.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/GUS/CHILDORG.HTM#_Toc26332935

Literatur

  • Krause/Rothauge: Andrologie, 2. Auflage, Enke Verlag 1991
  • E. Nieschlag / H. Behre: Andrologie, Springer-Verlag 1996
  • W.-H. Weiske: Infertilität beim Mann, Thieme Verlag Stuttgart 1994
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Azoospermie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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