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Ausschlussdiagnose

Ausschlussdiagnose ist eine Diagnose, die sich aus dem schrittweisen Ausschluss aller anderen möglichen (im allgemeinen schwerwiegenderen) Diagnosen ergibt, bis nur noch die Ausschlussdiagnose übrigbleibt.

Typische Ausschlussdiagnosen sind zum Beispiel:

  • Reizdarmsyndrom (nach Ausschluss von Darmentzündungen, Tumoren im Bauchraum, Darmverschluss etc.)
  • Spannungskopfschmerz (nach Ausschluss von Hirntumor, Hirnblutung, Migräne, Bluthochdruck etc.)
  • Muskulär bedingter Brustschmerz (nach Ausschluss eines Herzinfarktes)
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (nach Ausschluss der wichtigsten organischen Ursachen wie z. B. Anämie, Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung, Depression etc.)
  • Blähungen oder Obstipation bei Kindern

Ausschlussdiagnosen zu stellen ist oft extrem aufwendig und unbefriedigend, da der Patient oft denkt, dass da vielleicht doch noch irgendeine extrem seltene Krankheit vorliegen könnte, die der Arzt vergessen hat.

Befriedigender ist in der Regel eine positive Diagnose.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ausschlussdiagnose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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